Brandenburgi#che Genealogi#che Ge#ell#chaft "Roter Adler" e. V.
10 Jahre Familienforschung in Brandenburg
Kirchen-Verzeichnis
Das Brandenburger Kirchenverzeichnis ist ein offenes Projekt der Brandenburgischen Genealogischen Gesellschaft "Roter Adler" e.V. Mitmachen können hier nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch alle anderen Interessierten. In diesem Projekt, was sowohl den Gefallenendenkmalen als auch den Orten angegliedert ist, sollen alle Kirchen im historischen Brandenburg erfasst werden. Angereichert werden die allgemeinen Informationen zu den Kirchen mit Informationen zu den zugehörigen Pfarrern, Kirchenbüchern und Gefallenendenkmalen.
Derzeit enthält dieses Verzeichnis Information zu 1589 Kirrchen.
Kirchenverzeichmis mit OSM-Karte
Dorfkirche Grabow (OT von Mühlenfließ)
Fotograf/in: Gerd Schwarzlose
Name der Kirche
Dorfkirche
Ort
Grabow (OT von Mühlenfließ)
Straße & Haus-Nr.
Religion
Evangelisch
Kirchenkreis lt. Pfarrerbuch 1940
Fotograf/in: Gerd Schwarzlose
Kirchenkreis lt. Themel
Dekanat & Pfarrei
Grabow, Grabow
Datum des Baus:
Anfang bis Mitte 13. Jh.
Architekt bzw. Erbauer
Längen- und Breitengrad
12.748929575926338 °O 52.11027366879075 °N
Fotograf/in: Gerd Schwarzlose
Beschreibung
Albrecht II., Herzog von Sachsen-Wittenberg, schenkt 1275 den Zisterzienserinnen in der Magdeburger Neustadt das Kirchenpatronat in Grabowe. Der Name des Dorfs lässt sich aus dem Polabischen ableiten, wo er eine Platz bezeichnet, an dem Weißbuchen stehen.
Grabows Kirche liegt malerisch neben einem Teich auf dem Dorfanger. Es handelt sich bei ihr um eine spätromanische Anlage des sogenannten vollständigen Typs, bestehend aus Schiff, eingezogenem Chor und halbrunder Apsis. Im Westen krönt den Bau ein quadratischer Ziegel-Fachwerk-Turm mit Schweifhaube. Apsis und Chor umzieht ein schmaler ungefaster Sockel. Ob dieser sich auch am Schiff fortsetzt kann durch die Anhebung des Laufhorizonts in den vergangenen Jahrhunderten nicht festgestellt werden. Lagen einfach gespaltener und nur leicht bearbeiteter Feldsteine wechseln hier mit kleinteiligen Zwischenlagen. In den oberen Bereichen erscheint das Mauerwerk teilweise unregelmäßig – ein deutlicher Hinweis auf eine spätere Reparatur, vielleicht nach einem Brand.
Die Schiffsfenster der Nord- und Südseite wurden neoromanisch vergrößert und mit Backsteingewänden versehen. Auf jeder Seite blieb jedoch im Westen eine der kleinen hochsitzenden ursprünglichen Öffnungen erhalten. Anders ging man bei der Umgestaltung am Chor vor. Hier wurden die mittelalterlichen Fenster einfach nach unten zu schmalen Lanzetten verlängert. Auch die 3 Öffnungen an der Apsis sind nicht mehr die Originale, da dieses Bauglied, im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, teilweise neu aufgemauert wurde.
Auf beiden Seiten des Schiffs trifft man auf vermauerte Gemeindeportale sowie auf der Südseite des Chors auf die ebenfalls zugesetzte Priesterpforte. Dabei wurden im Süden Ziegel barocken Formats verwandt. Spätestens zu dieser Zeit muss also das heute neoromanisch gestaltete Westportal als einziger Zugang entstanden sein.
Der Innenraum ist flach gedeckt. Ein gedrungen-spitzbogiger Triumphbogen verbindet Chor und Schiff.
Nach Grundriss und Mauerwerksausführung gehört das Grabower Gotteshaus mit Sicherheit ins 13. Jahrhundert. Dafür sprechen auch die an den erhaltenen Fenstern und der Priesterpforte beobachteten Rundbogenabschlüsse. Erste wesentliche Veränderungen erfolgten im 17. oder 18. Jahrhundert, als die seitlichen Zugänge vermauert wurden. 1893 bekamen dann die Fenster ihre heutige Form. Relativ ungewöhnlich ist dabei die Verlängerung der Chorfenster zu gotisch anmutenden Lanzetten. Reparaturen erfolgten 1932/33 nach einem Brand und dann noch einmal, wie schon erwähnt, 1952, da Chor und Apsis 1945 bei den letzten Kämpfen schwerste Schäden erlitten hatten. In den Jahren 1992/93 wurde das Bauwerk vollständig saniert.
Staatliche Verwaltung: Land Brandenburg Landkreis Potsdam-Mittelmark Amt Niemegk amtsangehörige Gemeinde Mühlenfließ Ortsteil Haseloff-Grabow Gemeindeteil Grabow
Kirchliche Verwaltung (2023): Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) Sprengel Potsdam Evangelischer Kirchenkreis 3.3 Mittelmark-Brandenburg 3.3.16 Haseloff, wozu auch die Kirchengemeinde Grabow gehört. Die Pfarrstelle ist (2023) nicht besetzt und wird von 3.3.28 Niemegk verwaltet. Der Kirchenkreis sieht das offenbar als feste Struktur. (Quelle: Internetseite des evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg https://www.ekmb.de/niemegk/ am 12.05.2023.)
Mehr Informationen zur Dorfkirche Grabow (OT von Mühlenfließ):